Sonntag, 20. Dezember 2015

BIM Stufenplan und Rückblick 2015

Am 15. Dezember hat Minister Dobrindt den Stufenplan für Deutschland vorgestellt, der die Einführung der Building Information Modeling Methode für Infrastrukturbau und den infrastrukturbezogenen Hochbau vorsieht.

Den Stufenplan findet ihr hier: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/DG/stufenplan-digitales-bauen.pdf?__blob=publicationFile

Die Pressemitteilung hier: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/152-dobrindt-stufenplan-bim.html?linkToOverview=DE%2FPresse%25%1f2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id172378

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert bereits vier Pilotprojekte. So erprobt die DB AG die Methodik beim Rastatter Tunnel im Projekt Karlsruhe-Basel sowie bei der Filstalbrücke im Neubauprojekt Wendlingen-Ulm. Die DEGES wendet BIM bei der Erneuerung der Brücke über den Petersdorfer See (BAB 19 in Mecklenburg-Vorpommern) und beim Neubau der Auenbachtalbrücke im Zuge der B 107n südlich von Chemnitz an.

Beide Projekte der DEGES wurden auch beim letzten building SMART Forum, an dem ich teilgenommen habe, in Berlin vorgestellt (http://www.buildingsmart.de/kos/WNetz?art=News.show&id=290).


Ich sehe diese Entwicklung nicht nur sehr positiv, sondern erachte Sie auch als notwendig! Die letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Art des Planens, Bauens und Betreibens große Vorteile bietet!

Ein gutes Beispiel für den Mehrwert von 3D Gebäudemodellen ist sicher der Einsatz von Revit und Building One bei der Volkswagen Financial Services AG (auch dort wird aktuell ja ein Neubau gem. der BIM Methode eingehend vom Fraunhofer Institut und anderen wissenschaftlich untersucht und begleitet. Das Zusammenspiel von Digitalem Gebäudemodell (Revit) und FM Tool (Building One) zur Objektverwaltung, Umzugsmanagement etc. funktioniert bereits seit 2011 und wurde von mir und anderen Kollegen dort eingeführt und begleitet).

Seit mehreren Jahren planen und konstruieren aber auch Büros die ich betreue, Bauwerke des Sonder- und Tiefbaus (das Ingenieurbüro Beck ist hier einer der absoluten Vorreiter (seit 2010)). Im ersten Schritt spielten Zeitgewinn beim Konstruieren, Sicherheit bei Änderungen und Visualisierung aus dem Modell eine große Rolle. Ablaufplanung und Mengen-Ermittlung  die Nächsten.

Und das führt mich in diesem Jahr zum Brückenbau! Wer meinen Blog liest, der weiß wie stolz ich auf die Entwicklung bin, die sich zurzeit im Bereich Brückenbau mit Revit abspielt. Noch vor einem Jahr hieß es selbst vom Hersteller, dass die Anforderungen an die Konstruktion von Brücken mit Revit nicht machbar wären!

Dass das Gegenteil der Fall ist, konnte ich mit eigens entwickelten Workflows / Konstruktionstechniken beweisen (http://revit-family-planner.blogspot.de/2015/04/bruckenkonstruktion-2015.html). 


Im Sommer kam dann weitere Bewegung / weitere tolle Möglichkeiten ins Spiel, weil bei einem gemeinsamen Workshop mit dem Hersteller auch Dynamo zum Einsatz kam. Darüber konnte ich dann auch im Oktober auf der Autodesk University in Darmstadt berichten!

Und es war nicht nur akademisch ein Erfolg, denn inzwischen betreue ich 3 Kunden, die die Planung und Ausführung von Brücken auf Revit umstellen!

 Ich bin mir mehr als sicher, dass es in 2016 noch mehr werden. Genauso wie ich mir sicher bin, dass es weitere technische Entwicklungen geben wird z.B. bei der Statik-Schnittstelle.

Wen das Thema interessiert, der kann gern mehr hierzu erfahren und auf mich zukommen.


3D Brückenkonstruktion als Basis für BIM im Infrastrukturbereich
(Wettbewerbsarbeit Auf IT Gebaut, 2015)


Ich wünsche allen Lesern ein Frohes Fest, einen Guten Rutsch und erfolgreiches 2016!



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